Tiefenentspannung



Tiefenentspannung mit Gesängen

Bei vielen Kursen biete ich in der Zeit nach dem Mittagessen eine angeleitete Tiefenentspannung im Liegen an, die der Praxis ähnelt, wie sie in der InterSein-Gemeinschaft von Thich Nhat Hanh angewendet wird.
Die Anleitung ähnelt dem Inneren Lächeln aus dem taoistischen Yoga, weist aber auch eine deutliche Parallele zur "Tonglen-Praxis für sich selbst" auf. Im ersten Teil leite ich die achtsame Entspannung als Rundreise durch den Körper an und im zweiten Teil singe ich buddhistische Formeln in Tibetisch und Sanskrit, sowie einige Lieder in westlichen Sprachen.

Mantras und Lieder zur Tiefenentspannung


Buddhistische Mantras
(in Sanskrit und mit tibetischer Aussprache):

Mantra des Buddha Shakyamuni:

NAMO SHAKYAMUNAYE BUDDHAYA

Damit wird der historische Buddha gepriesen.
Man kann sich dabei geistig vor ihm verneigen.

Zufluchtsformel:

NAMO BUDDHAYA
NAMO DHARMAYA
NAMO SANGHAYA

Mantra des Mitgefühls des weißen Bodhisattva Avalokiteshvara:

OM MANI PADME HUM lies: OM MANI PEME HUNG

Regenbogenfarbiges Licht aus der weißen Silbe HRIH
verbreitet sich zu allen Lebewesen in allen Richtungen.

Mantra der Grünen Tara zum Schutz vor Ängsten:

OM TARE TUTTARE TURE SVAHA lies: ... SOHA

Grünes Licht aus der grünen Silbe TAM
strahlt zu allen, die sich fürchten und schützt sie.

Mantra des blauen Medizin-Buddha zur Heilung:

TEYATA OM VAISHADJYA VAISHADJYA MAHA VAISHADJYA RAJA SAMUT GATE SVAHA
lies: TEYATA OM BEKANDSE BEKANDSE MAHA BEKANDSE RADSA SAMUNDGATE SOHA

Blaues und weißes Licht von der Silbe HUNG strahlt zu allen Schwachen und Kranken.

Mantra zur Wiedergeburt im Reinen Land des roten Buddha Amitabha:

OM AMITABHA HRI
lies: OM AMI DEWA HRI

Rotes, goldenes und regenbogenfarbiges Licht strahlt von der roten Silbe HRIH zu allen Verstorbenen.

Tibetisches Wunschgebet

Möge das kostbare Herz des Erwachens
in jenen erweckt werden,
in denen es noch nicht erweckt wurde.

In denen es erweckt wurde
möge es nicht degenerieren,
sondern mehr und mehr erstrahlen.


DSCHANG TSCHUB SEM TSCHOG RINPO TSCHE

MA KYE PA NAM GYÄ DSCHUR TSCHIG

DSCHE PA NYAM PA ME PA DANG

GONG NÄ GONG DU PEL WAR SCHOG




"Wer Schmetterlinge lachen hört"

Wer Schmetterling lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken.
Der wird im Mondschein, ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Stier, zum Narr, zum Weisen.
Und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Der weiß, dass er nichts weiß,
wie alle anderen auch nichts wissen.
Nur weiß er, was die andern
und auch er selbst noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich - ungestört von Furcht -
sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst bricht er hinauf.
Den Kampf mit seiner Unterwelt
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken.
Der wird im Mondschein, ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Wer mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.

Der Text stammt von Carlo Karges
von der deutschen Folkrockgruppe "Novalis" (70er Jahre).
Melodie: Yesche U. Regel



"Das Lächeln"

Ich lächle einem Stern zu, der am Himmel noch glänzt,
der Sonne, die uns langsam aus der Dunkelheit holt,
diesem Tag, der beginnt,
jenem Vogel, der da singt,
ich lächle der Welt zu und sie lächelt mir.

Ich lächle einem Kind zu, das vor mir auf dem Weg spielt,
ich denk' auch an Kinder, die hungrig sind,
die da leben im Elend irgendwo in der Welt,
die den Krieg kennen,
die ihre Eltern verloren.

Und wenn manchmal mein Lächeln auch feucht wird von Tränen
beim Anblick des tiefen Schmerzes der Welt,
so will ich doch unter Tränen noch lächeln,
lächeln dem Leben
und lächeln dem Tod.

Und ein Tag mag kommen, an dem sehr kalt ist,
da meine Schritte keine Spur mehr lassen.
Dann, vom Strom des Lebens, der niemals anhält,
lasse ich mich mitzieh'n
ohne zurückzuschauen.

Die Angst wird nicht mehr meinen Weg verschließen,
mein Herz wird sich schließlich öffnen, ganz weit,
dann werde ich zum Lächeln der Erde,
der Blume, des Vogels, des Regens
und des Windes.

Und eines Tages - vielleicht - in einem ganz kleinen Kind
werd' die Augen ich wieder öffnen den Wundern dieses Lebens.
Und ein bisschen mehr liebend,
ein bisschen mehr lächelnd,
geh' ich ihn dann weiter
den schö-ö-önen Weg ...

Der Text ist von J.-P. Marradin, einem Schüler von Thich Nhat Hanh,
hier aus dem Französischen übersetzt.



"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen"

Ich lebe mein Leben in wanchsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht volbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang,
und ich weiß noch nicht:
bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Der Text ist von Rainer Maria Rilke.
Melodie: Yesche U. Regel.



"Alles, was ich hab'"

Alles, was ich weiß, weiß ich von einem andern,
und alles, was ich lass, lass ich für einen andern,
alles, was ich hab' ist ein Name nur,
den hab' ich von einem andern.

Alles, was ich sag, sag' ich einem andern,
und alles, was ich geb, geb ich einem anderen,
alles was ich hab ist ein Name nur,
den hab ich von einem andern.

Die Hand, die ich geb, geb ich einem andern,
und die Tränen, die ich lass, wein ich um einen andern,
den Sinn, den ich hab, hab ich einem andern,
und die Liebe, die ich fühl, ist für einen andern.

Nur meine Gänsehaut, die ist von mir selbst.

Text und Melodie: Herman van Veen
(um eine Strophe gekürzt



"Happiness is here and now"

Happiness is here an now,
I have dropped my worries.
Nowhere to go, nothing to do,
no longer in a hurry.

Happiness is here and now
I have dropped my worries.
Somewhere to go, something to do,
but not in a hurry.

Der Text und die Melodie sind von E. Baumkes u. L. Gózlan,
Schülerinnen von Thich Nhat Hanh.



© 2008 Yesche U. Regel, Paramita-Projekt, Bonn
www.paramita-projekt.de
www.yesche.de



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